13. März 2018 - Aktiv werden gegen Rassismus im Betrieb und auf der Straße

Vorbeugen statt Verharmlosen!

 

13. März 2018  

17.30 Uhr - JO 1

(Hörsaalgebäude, Johannisstr. 4, Erdgeschoss)

 

Mit dem Zuzug von vielen Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten im Jahr 2015 hat sich das politische Klima in Deutschland verändert. Der großen Solidarität mit Geflüchteten in weiten Teilen der Bevölkerung stehen Ablehnung, Hass und Wut gegenüber. Diese Entwicklung polarisiert die Gesellschaft und schafft eine aggressive Atmosphäre, die sich in gesteigertem Maße in Gewalt gegen Geflüchtete, politisch Andersdenkende und solidarisch Handelnden äußert. Auch die Arbeitswelt ist davon nicht ausgenommen. Der Betrieb ist Spiegel der Gesellschaft, aber auch ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft tagtäglich zusammenkommen. Hier ist es die Aufgabe eines jeden, aber im Besonderen der Betriebs- und Personalräte und der Gewerkschaftskolleginnen und –kollegen, dem Rassismus entgegen zu treten und eine demokratische, solidarische Werteorientierung zu vermitteln. Soziale Ängste und existierende soziale Ungerechtigkeiten müssen als solche angesprochen, aber nicht ethnisiert werden – das spaltet die Arbeiterschaft und letztendlich auch die Gesellschaft. Weitere Brandstifter des brodelnden Rassismus in den Betrieben sind die demokratiefeindlichen Repräsentanten der „neuen Rechten", die sich „AidA", „AVA" und „ALARM!" nennen und sich in der Arbeiterbewegung verorten.

In der Veranstaltung wird der Referent, Kai Venohr (Bildungsreferent des DGB Bildungswerks Bund) auf Ursachen und Entwicklungen eingehen, aber auch Gegenstrategien für eine demokratische und solidarische Gesellschaft darstellen und diskutieren.

 

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